Archive for the ‘Sehenswert’ Category

Whitehaven Beach – Paradies in weiss

Friday, February 15th, 2008

An der Ostküste von Queensland, auf der Hauptinsel der Whitesundays, Whitesunday Island, im bekannten Great Barrier Reef existiert einer der schönsten Strände der Welt.

Whitehaven Beach Strand

Der atemberaubende naturbelassene Sandstrand erstrahlt in weissen Bögen, die vom türkisfarbenen Wasser umschlungen werden.

Es ist der „weißeste“ der Welt, was durch den Quarzgehalt von 99,7 % möglich ist.

Der Sand so fein, dass er unter den Füßen quietscht anstatt zu knirschen.

Der 8 km lange Whitehaven Beach liegt inmitten eines geschützten Naturparks. Es gibt also keine Betonbauten, die die Idylle stören könnten. Das bedeutet allerdings auch, dass keine Hotels vor Ort sind. Die Insel kann durch eine der täglich stattfindenen Fährverbindungen, als Tagesbootsausflug von Airlie-Beach aus oder bei einem Segelexkurs zu den Whitesundays erreicht werden.

So schön der Strand auch aus der Nähe ist, umso atemberaubender ist er aus der Luft. Z.B. kann man von Airlie-Beach aus einen Rundflug buchen und erhält die Chance sagenhafte Fotos zu machen (die besten Fotos entstehen meist bei Ebbe).

Strand

Bild 1 © Jess Höflacher / PIXELIO
Bild 2 © Dominik / PIXELIO

Tennant Creek

Tuesday, January 22nd, 2008

Die kleine Stadt wurde um 1860 gegründet und ist mit 3900 Einwohner viertgrößte Stadt im Northern Territory.
Sie gewann Berühmtheit durch einen kurzen Goldrausch 1930. Heute wird sie mehr und mehr als Touristenziel ausgebaut.

Hier kann man nicht nur den Gold-Abbau verfolgen, sondern auch die Ureinwohner Australiens begrüßen. Sehenswert wären die Goldgräbermine, eine Goldverarbeitungsstätte, das kleines Heimatmuseum oder das Museum in der Telegraphenstation.

53 km nordwestlich von Tennant Creek bei Minenstadt Warrengo gibt es noch Minen, die nicht geschlossen wurden und in denen jeder schürfen kann, der das „Miners Right“ hat.

Mine

11 km nördlich der Stadt befinden sich die Devils Pebbles, eine verkleinerte Form der Devils Marbles.

© Andreas Köckeritz / PIXELIO

„Des Teufels Murmeln“ –The Devils Marbles

Tuesday, January 22nd, 2008

Dieses sehr beliebte Fotomotiv liegt 95km südlich von Tennant Creek und 350km nördlich von Alice Springs im Marbles Conservation Reserve.

Devils Marbles

Es sind Granitkugeln in der Landschaft, die vor Millionen Jahren ent- standen sind. Durch Erosion und die extremen Temperaturunter- schiede der Wüste wurden sie im Laufe der Zeit in ihre jetzige Form geschliffen.

Trotz des Namens sind es dennoch keine Murmeln, da sie einen Durchmesser von ungefähr 7 m haben. Man kann sie übereinander- geschichtet oder weit verstreut sehen und die Eisenmineralien an Oberfläche verursachen durch Oxidation mit dem Granit eine Rot- färbung. Aber nicht nur die Rotfärbung entsteht durch diese Oxidation, es lösen sich auch die ersten Schichten, es verbreitern sich Risse oder das Granitgestein bricht vollends auseinander.

Einer Legende der Ureinwohner nach sind es die Eier der Regen- bogenschlange, einer Gottheit.

Devils Marbles

11 km von Tennant Creek gibt es ebenfalls solch ein Phänomen. Sie heißen Devils Pebbles und sind durch das gleiche Prinzip entstanden, nur von geringerer Größe.

 

Bild 1© Jörn Schulz / PIXELIO / Bild 2© Tino Schüßler / PIXELIO

Great Ocean Road - Meeresblick inklusive

Friday, December 14th, 2007

Die Great Ocean Road ist eine ca. 300 km lange Straße zwischen Geelong und Warrnambool an der Südküste Australiens. Sie wurde im Bundesstaat Victoria von heim kehrenden Soldaten erbaut, die dringend einen Job benötigten, und folgt dem südlichen Ozean.

Die Fahrt beginnt oft in Melbourne mit einer kurvenreichen Strecke vorbei an Torquay. Hier befindet sich „Bells Beach“, ein Surferparadies, dass auch in Filmen wie “Gefährliche Brandung“ zu sehen war. Es liegt zwar nicht direkt an der Strecke, aber wann hat man schon mal die Möglichkeit ein „Weltsurfrevier“ zu sehen.

Surfer

Kurz hinter Torquay, in Anglesea beginnt offiziell die Great Ocean Road. Wer Zeit hat,sollte diesem Ort auch einen kurzen Blick widmen. Es gibt, wie fast überall auf der Strecke, Surf- und Badestrände, die aber nicht unbedingt für die Bekanntheit dieses Ortes gesorgt haben. Viel mehr sind es ganze Känguruh-Familien, die sich völlig ungeniert auf dem Golfplatz aufhalten und grasen. Golfer ignorieren sie einfach und spielen um sie herum.

Wieder auf der Strecke kommt man an Lorne vorbei, einem kleinen schönen Städtchen, das viele Gelegenheiten für eine Rast bietet. Dazu gehört Apollo Bay, ein Ort, der auch bei Familien für seinen schönen sichelförmigen Sandstrand beliebt ist. Sollte man den Ort in den frühen Abendstunden besuchen oder hier übernachten, ist es eine willkommene Abwechslung inne zu halten und die Pinguinkolonien beim allabendlichen „Heimkehren“ zu beobachten.

Pinguin

 

 

 

 

Danach verlässt man den Küstenabschnitt ein paar Kilometer und es liegen die schluchtenreichen Regenwälder des Otway National Parks vor einem, in dem sich viele freilebende Koalas bewegen. Wer ein wenig wandern möchte, nutzt den „Tree Top Walk“, ein Baumkronenpfad in 25 m Höhe und 600 m Länge. Von hier aus gewinnt man einen schönen Einblick in den Regenwald mit seinem dichten Baum- und Farnbestand. Wanderwege sollten jedoch ohne einen Guide nicht verlassen werden, da Teile des Gebietes noch unerschlossen sind.

Im Melba Gully State Park, der mittlerweile zum „Great Otway National Park“ gehört, gibt es zahlreiche Wasserfälle und Regenwaldschluchten, in denen man des häufigen bei Einbruch der Dunkelheit Glühwürmchen beobachtet kann.

Es folgt die zerklüftete Steilküste, auf die man ab „Princeton“ im Port Campbell Nationalpark wieder trifft. Hier befinden sich auch die legendären Zwölf Aposteln.

Die Zwölf Apostel sind, trotz Namens, 8 bis zu 60 m aus dem Meer ragende Kalksteinfelsen. Sie gehören zu dem Höhepunkt einer Great Ocean Road Reise und werden von ca. 1 Millionen Menschen im Jahr besucht. Die schönste Tageszeit für einen Besuch ist der Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang, deren Licht die Küste in ein rotes Leuchten hüllt.

12 Apostel

Durch ständige Erosion des Wassers und Windes, die seit 10-20 Millionen Jahren stattfindet, sind die Formationen entstanden.

Ein Beweis für die stetige Arbeit der Brandung ist der Einsturz des 9. Apostels am 03. Juli 2005, auf den die anderen 8 Apostel sicherlich auch bald folgen werden.

Lohnenswert ist auch ein Spaziergang über die „Gibson Steps“ zu einem Strand mit sehr beeindruckender Meeresbrandung. Dieser Küstenabschnitt, auch „London Arch“ genannt, ist geprägt von den unterschiedlichsten Felsformationen:

 

Loch Ard Gorge„Loch Ard Gorge“(2 Schluchten verbunden durch einen Sandstrand mit einer Höhle),


 

The Grotto

“The Grotto” (eine Höhle, die vom Meer ausgespült wurde),

 

Island Arch
„Island Arch“ (hieß früher „Elephantrock“, da dieser Felsen einen Überhang besaß, der wie ein Rüssel aussah; nach Einstürzen des Rüssels wurde er umbenannt),

„The Razorback” (Formation, die einer “Rasierklinge” ähnelt), „The Arch“ (ein freistehender Felsbogen), „Pudding Basin Rock“ (ein aus dem Wasser ragender Felsen mit einer runden Kuppe), „Thunder Cave“ (ca. 100 m langer Tunnel), „London-Bridge“ (ein natürlicher Felsbogen, der 1990 leider zum Teil einstürzte), „Muttonbird Island” (kleine geschützte Vogelinsel, auf der unterirdisch “Muttonbirds” nisten; auch Walbeobachtungen sind möglich) oder „The Blowhole“, (Loch in der Felswand; auch „The Hole in the Wall“).

 

Schiffswrack

Einer der im Port Campbell National Park befindlichen Küstenstreifen wird auch „Shipwreck Coast“ genan- nt, da hier schon ungefähr 80 Schiffe auf Grund liefen. Dort ist es möglich Wracktauch- gänge mitzumachen. Die Ge- gend ist aber auch geeignet für Ausritte, Wanderungen, zum Surfen oder Baden.

Zu guter letzt erreicht man die Surferstadt Warrnambool. Es war früher einmal ein Wal- und Robbenfängerort und auch heute kann man hier noch Wale sehen, nur dass diese Glattwale lebendig sind.

Wal

 

 

 

 

 

Wenn man solch eine Tour an der Great Ocean Road plant, sollte man sich gut informieren und sich die kleinen Highlights der Strecke nicht entgehen lassen, z.B. „Princess Margret Rose Island“ - ein Platz voller wilder Orchideen oder die Pinguinwanderungen.

Obwohl die Great Ocean Road „nur“ 300 km lang ist, wäre es trotzdem besser einen großzügigen Reise-Zeitraum zu wählen (mind. 2 Tage), um die einmalige Landschaft zu bekunden. Das ist gut zu meistern, da sich an der Strecke zahlreiche Hotels und auch Campingplätze befinden.

 

Bild Surfer © Jörn Schulz / PIXELIO
Bild Pinguin © Matze Zuhouse / PIXELIO
Bild 12 Apostel © Marco Oetterli / PIXELIO
Bild „Loch Ard Gorge“ © Clemens Mirwald / PIXELIO
Bild „The Grotto“ © D. Sorge / PIXELIO
Bild „Island Arch“© itworks / PIXELIO
Bild Schiffswrack © Sandra Kluge / PIXELIO
Bild Wal © N. Frank / PIXELIO