Rivalitätsstreit erzeugt Hauptstadt Canberra

Canberra ist mit ca. 333.000 Ein- wohner nur die achtgrößte Stadt Australiens. Die Planstadt liegt im Australian Capital Territory und man nennt sie auch die „Gartenstadt“, da sie reich an Naturparks ist.
Da die Stadt zu ländlich war und nur wenig Einwohner hatte, wurde sie vorerst nicht in Betracht gezogen, den Titel als Hauptstadt zu tragen. Doch die Rivalität zwischen Sydney und Melbourne dauerte an und die damals noch junge Nation sollte nicht gespalten werden. 1927 wurde ein Kompromiss gefasst und Canberra zur Hauptstadt ernannt.
Es sind viele Regierungsgebäude für die Öffentlichkeit frei zugäng- lich. Besichtigt werden kann das Nationalarchiv, die National- bibliothek, der oberste Gerichthof, die Nationalgalerie, die Insel „Aspen“ mit dem „Carillon“, einem Turmglockenspiel; „Deakin“ – die Münzprägestätte, den Australien National Botanic Garden, das Nationalmuseum oder die „Anzac Parade“, eine breite mit Denk- mälern gesäumte Straße.
Trotz des etwas dürftigen Nachtlebens besitzt die Stadt eine lebendige Livemusik- und Theaterszene. Die größte Gartenaus- stellung im Süden, die Floriade, sowie das größte Musikfestival, das Stonefest, finden hier statt.
Sportfans kennen die Stadt durch die erfolgreichste Frauen- Basketball-Mannschaft Australiens.
Auch für Naturverbundene hat Canberra seinen Anreiz, da die hügelige Gegend Wanderern, Reitern, Bikern oder Wassersportlern ein recht gutes Angebot bietet und von hieraus Ausflüge in die „Snowy Mountains“ zum Skifahren gestartet werden.
Als Fußgänger ist man hier allerdings verloren, da die Stadt sehr großräumig geplant ist, aber Vorsicht vor den Kreisverkehren, weil sich selbst Einheimische manchmal verfahren. Es sind nicht gerade wenige und sie lassen sich kaum unterscheiden.
In vielen Berichten liest man, die Stadt sei nicht erwähnenswert oder auch „langweilig“ und kann nicht mit anderen Großstädten mithalten, aber sie ist durchaus geeignet für Tagesausflüge oder Zwischenstopps auf der Route von Sydney nach Melbourne.